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Geschichten vom Blumenfreund
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Grüne Spitzen
bei Eis und Schnee
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Die Butterblume zeigt schon leichtes Grün.
Wächst sich das aus, will‘s nur noch gelb weiterblüh’n.
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Und wir?
Wir können das sonnengelbe Pflänzchen kaum erwarten. Schnell sind wir zu einiges bereit.
Wir wollen die Pflanze pflegen und hegen, und sie auch ganz geschwind vom Unkraut drumherum befrei‘n. Ihr immer reichlich Wasser geben.
Das tut man gern’, schreitet sie doch unserer menschlichen Entwicklung voraus. Man nennt das ‚beziehungsreiche Ausdrucksstärke‘; ‚symbolhafte Wirkung‘ sagt das hier auch.
Will man‘s dann noch besonders bildhaft akzentuieren, kommen die schönsten Stängel in die Vase.
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Und was sagt das zarte Blümelein dazu?
Die schlaue Butterblume fühlt, ahnt und bemerkt: Genau das wollen wir doch nicht!
Ihr Menschen, ständig habt ihr Gefühle und palavert viel zu viel dazu. Ist’s für euch selber dann genug damit, ganz schnell lauft ihr davon.
Im Kopf tickt ihr ja ganz und gar, ganz anders als wir das tun. Von eurer Seele – besser ist’s, wir sprechen nicht davon!
Aber wir, wenn auch im Boden fest verankert, können doch was tun! Wir bleiben mit uns’rer gelben Nase jetzt einfach länger in der Erde drin.
Will die schlussendlich raus, vielleicht denkt ihr Menschen anders, seht ihr die gehle Kreation. Dann in eurer Vase auch and‘re Blumen drin!
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Literaturhinweis
Stephen Harrod Buhner: Die heilende Seele der Pflanzen
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(Für konstruktive Kritik:
info@glorias-lifestyle.de)



