(Fortführung des Zitats), aber man kann sich dagegenstellen und glückliche Wirkungen vorbereiten.
Zitat von J.W. von Goethe (1749 – 1832)
Dichter, Theatermann, Politiker
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Geschichten von Veränderung
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Am besten ist’s mit der Veränderung,
ist man mit ihr konfrontiert.
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Vielleicht ist man auch unvorbereitet, kommt eine Veränderung. Immer in ihrer Begleitung läuft eine Konfrontation der eigenen Werte und Normen. Damit sind die in uns tief verankerter Prinzipien gemeint, die in uns privat sicher lagern und darauf warten, möglichst in Reinheit wachgeküsst zu werden. Passiert’s dann, ist es so, als ob man sich selber im Spiegel sehen könnte. Man fragt sich nun vielleicht voller Angst, ‚Bin ich das pur, so ganz ohne jeden Schnick Schnack, so nackt und bloß? … Ja, genau das bin ich!‘
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Im Menschen ist von Geburt alles angelegt, was er zu seiner Entwicklung braucht. Aber er muss erst eine bestimmte Reife und eine Situation haben, damit sein sog. Ich auftreten kann.
Bei kleinen Menschen beginnt die sog. Ich-Entwicklung zwischen dem 2. und 3. Lebensjahr. Das könnte sich auf dem Arm eines Erwachsenen zutragen, schaut das Kind dann in den Spiegel, hat es die Klarheit ‚Ja, das bin ich‘! Ernsthaft formuliert: Es hat sich nun selbst erkannt. Salopp: Es hatte ein privates Aha-Erlebnis mit sich selbst. Aber es weiß nun, ‚Schau mal einer an, das bin ich!‘.
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Man kann feststellen, hier erfährt dem Mensch, er ist ein einmaliges, wunderbeladenes Wesen. Er ist ja Mensch.
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Beobachtet man das Kind, erlebt man, wie es die Wörter ‚Ich‘ und ‚Meins‘ nun stimmig einsetzen kann. Was zeigt sich noch? Das Kind entdeckt seinen Body, sein Schamgefühl kann sich entwickeln.
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Kann sich bei erwachsenen Menschen so ein bewusster Vorgang wiederholen? Ja, das scheint so zu sein. Er braucht nur einen Auslöser. Das ist dann eine Situation, die wie für ihn erschaffen zu sein scheint. Hier wird er tief mit sich selber konfrontiert. Sein Werte- und Normsystem offenbaren sich ihm unmittelbar und oft in überraschender Weise. Vielleicht hat’s dann was von Revolution, und er will einen Moment lang davon nichts wissen!
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Nimmt man sich selber aber ernst, ist man auch noch leicht verwegen und ernsthaft beherzt, beginnt die Arbeit an sich selber. Aspekte davon sind eine originale Entfaltung von Lebensperspektiven, und zwar mit Gewinn- und Verlustanzeige.
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Jedenfalls davon könnte doch gut der Stoffe sein, ändern sich Menschen in drastischer Weise. Z.B. entpuppt sich ein Heroinabhängiger als Triathlet und wird ein mitreißender Autor. Oder eine dicke, im Blitzlicht stehende Frau verschlankt sich selbstversichert drastisch vor Aug’ von Freund und Feind. Und es dauert gar nicht mal so lange, bis sich ihr Wesen als schöner Schwan vollendet zeigen kann. Aber was denn, ein Schwan war sie doch schon immer!
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Veränderung ist also möglich. Will man sie, macht man sich einfach auf den Weg. So einfach sagt sich das jedenfalls. Was aber in jeden Fall beruhigt, genau die Kraft steht einem zur Verfügung, die’s dazu braucht!
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Abschließend denn ein dickes Nadann! Und ‚Nun doch mal los‘!
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Bücher
Jörg Schmitt-Kilian: Die zwei Leben des Andreas Niedrig
Ricarda Lang, Steffen Mau: Der große Umbruch
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