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Geschichten von Heilpflanzen
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Eine hübsche Gartenblume
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Man muss noch ein paar Tage und Nächte warten. Diese Zeit muss ausgehalten werden. Das gelingt mit Sahnekuchen und Schümli-Kaffee.
In den Nächten braucht die Frau aber was anderes, und zwar in rosaner Laxheit. Rostrot geht hier aber gar nicht, weil für die Nacht zu dramatisch und damit ein riesengroßer Fauxpas.
Tagsüber steckt sich die Lady in ein rotes Fastdurchsichtskleid. Sie springt dann darin elegant und behände rum!
Abends spielt sie gegen den Mainstream an und versteckt ihren weißen Köper. Am besten gelingt ihr das mit purpurnem Samt. Ihre Fingernägel müssen aber in Feuerrot. Das erregt, besonders dann, streicht sie behutsam über den Stoff und hält mit Andacht so alles in Zucht und Ordnung.
Sollte man jetzt wegen der roten Bilder ein wenig Bauchweh bekommen – nebenan ist ein Klo!
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Hier muss nun ein Bruch herbei, denn es soll mit ernster Miene weitergeh’n!
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Immer will man im Leben doch imponieren und denkt sich dabei Blödsinn aus. Und was tut man erst, lebt man auf dem Land und möchte einer Bauernrose gefallen!
Man muss hier seinen Verstand aber nur auf höchste Wirtschaftlichkeit bringen – und schon geht‘s munter weiter. Z.B. denkt man, die Malve will aus der Reserve gelockt werden. Und man soll ihr dabei auf die Beine helfen. Es ist ja auch bekannt, alle wissen ja, sie ist ein bisschen zu langsam für beliebiges Leben. Aber dann nicht, wird sie gerade gebürstet mit Leidenschaft von außen.
Nur so einen Quatsch kann ein Mensch behaupten, will er besonders empfindsam von anderen wahrgenommen werden. Macht sich dann ein normaler Mensch aber die Mühe und kramt in seiner Bodybox rum, wird er dort sicher nur ein Häuflein von Wahrheitsgehalt finden. Vielleicht empfindet der dabei aber Mitgefühl. Und das ist doch wieder gut und schön! Wer weiß das schon!
Vor vielen Küchenfenstern wachsen sich jetzt Stockrosen in Rot hoch. Beim Abwasch kann man ihnen dabei zugeschau‘n. Ordentliche Menschen denken jetzt sicher an’s Gießen. Oder das: Wächst der Stock gen Himmel, muss eine Bambusstange in den Boden gestoßen werden, damit sich die Schönheit damit abstützen kann. Wer weiß das schon?
Für alle Menschen hat eine Stockrose aber doch was. Sicher macht sie die Menschen oft kirre, aber sie macht auch glücklich, munter und froh. Und wir alle – ohne Ausnahme – müssen stets ein ganzes Jahr lang auf ihr Erscheinen warten.
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Nun bleibt noch übrig: Na denn man tau!
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Hinweis
Postkartenbuch „Stockrosen“
(Besondere Geschenkideen von Steel Collection)
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