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Weit – weiter – am weitesten

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Geschichten von Geschichtsbindung

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Weite, nichts als Weite …

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Hier kein Kirchturm, keine Windräder, kein Mensch, hin und wieder ein Vogel …

Stille setzt sich einfach durch.

Dann kommt’s dicke vom Bauch aus hoch. Das lässt sich nicht kontrollieren. Jetzt kann man nur in sich hineindenken und hineinfühlen.  

Hier, lang ist’s doch her.

Der Vorgang ist wie ein kreatürlicher Rest mit Stummeln von Flügeln und Flossen; nur schlichtes Bewusstsein. Man bekommt Mitgefühl.

So geht’s weiter: Lesen & Schreiben war anderswo. Hier nur Menschenmaterial. Nur Befehlsempfänger?

In jeden Fall, lange ist alles her!

Differenzierung bindet sich nun und wird sichtbar in mancherlei Menschenvolk:

Fussvolk mit Tieren – ungleiches Gespann …

Landsuchende – andersartig gekoppelt …

Krieger – unheilvoll, bedrohlich, gefährlich …

fromme Leute mit Tieren – das auch beängstigend …

Man weiß genau, Menschen und Tiere waren hier, um die endlose Weite zu durchschreiten. In der Regel durften sie nur Befehlen gehorchen und einer großen Sache dienen. Tausende haben hier ihr Leben gelassen, darunter ganz Junge, ganz Alte.

Was geschah ihnen?

Nach dem Abgesang wurde die Leiche gefleddert und an Ort und Stelle entsorgt.  

Aber die Zeit geht darüber hinweg. Sie geht über alles hinweg! Vieles – fast alles – wird mit der Zeit unscharf. Das hier – nur noch von Wiesen und Äckern zugedeckt. Am Natursaum steht und informiert die eine oder andere Tafel.

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Viel zu wenige Menschen können auf ein Andenkengedächtnis zurückgreifen.

Hat man’s, wird man scheu. Stammelt in sich hinein. Historisches Wissen setzt einen doch ganz schön matt, oft blendet dabei Naturschönheit, die an Ort und Stelle vielfach vorhanden ist, macht einen ganz lahm und sorgt für oberflächliches Kauderwelsch.

Nun? Bleibt einem was übrig? Will man denn irgendetwas, vielleicht irgendwem oder -was gerecht werden? 

Fragen bleiben und treiben einen weiter durch’s Land. Was will ich hier? Was soll ich hier?

Das Bunte differenziert sich endlich, schließlich verwandelt’s gekonnt in Ehrfurcht und Mitgefühl.

Dafür ist man dankbar.

Zuletzt kommt Maßgebliches, Notwendiges hoch: Nie wieder Krieg!

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Hören:

Bod Dylan: Masters of War